top of page

Paris 2026: Level 50 unlocked!

  • Autorenbild: Die Geeks auf Reisen
    Die Geeks auf Reisen
  • 26. Feb.
  • 12 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. März

Der erste Trip dieses Jahr geht nach Paris und das aus einem ganz besonderen Anlass: Kai wird 50 und wir feiern ja ungern Geburtstage, ganz einfach, weil uns Wegfahren besser gefällt.

Und so habe ich Kai zu Weihnachten gesteckt, dass er doch bitte sein Köfferchen am Wochenende vor seinem Geburtstag packen soll, denn wir schauen uns diese Stadt mal genauer an!

Natürlich mit dabei: Unser Reisetagebuch!

Vámonos! äh ich meine natürlich On y va!

Ihr wisst schon, die Spanischklausur auf Französisch... :D


Tag 1 - Samstag 28. Februar 2026



Da ich weiß wie heilig uns Samstagmorgen sind, habe ich den Flug für den späten Nachmittag gebucht, so konnten wir ein wenig ausschlafen. Sogar Loki hat uns in Ruhe gelassen, der in letzter Zeit immer ab 5 Uhr der Meinung ist, dass es nun Zeit fürs Frühstück ist.

Noch ein wenig Klar Schiff gemacht, den Schlüssel zu Maria gebracht, damit sie nicht Panzerknacker spielen muss, wenn sie die Jungs versorgen kommt, und noch ein kleiner Schreck, dass irgendwelche Bahnen streiken, aber zum Glück nicht unsere. Bei bestem Wetter stiefelten wir los, Richtung Bahnhof. Die Sonne war schon richtig warm. Bei der Buchung hatte ich mich noch gefragt, wie ich die ganzen Winterklamotten in das kleine Boardcase bekomme, aber damit müssen wir uns zum Glück doh nicht beschäftigen.


Alle Anschlüsse haben wir erreicht und kamen zeitig am Flughafen an. Alles lief eine wenig zu gut, als wir durch die Security gingen fiel meine geliebte Incylence Basecap aus dem Korb, schleifte durch die Schmiere und war ziemlich versaut. Nennt mich kleinlich, aber ich habe eine Schadensmeldung gemacht, auch wenn das den Schichtleiter ziemlich genervt hat, das Zeug geht nicht mehr raus.


Mit ein paar Apfeltaschen bewaffnet ging es dann “gut geschmiert” zum Gate und kurz danach auch schon an Board. Uns so schnell wir oben waren und die ein oder andere Turbulenz mitgenommen hatten, so schnell ging es auch schon wieder runter.


Es fing das eigentliche Abenteuer des Tages erst an: Mit dem Zug zum Hotel kommen.

Nach ein paar Startschwierigkeiten mit der App, kauften wir unsere Fahrkarten ganz Oldschool bar und fuhren mit zu erst zum Gare du Nord, dann weiter mit der Metro zur République und schließlich bis zu unserer Haltestellte Michel Bizot etwas südlich der Innenstadt.


Ca. 200 m von der Haltestelle entfernt lieg unser Hotel.

Das Zimmer ist kompakt, aber alles ist sauber und wir wollen ja hier auch nur schlafen und duschen und unsere Sachen lagern.

Nach schnell im Supermarkt Sojamilch für den morgendlchen Kaffee und etwas für den süßen zahn geshoppt und dann beim Chinesen neben an ein leckeres Abendessen geholt. Nach Restaurant war uns tatsächlich heute Abend nicht mehr, jedoch haben wir den Fluch des ersten Abends endlich gebrochen: Wir erwischten Essen das schmeckt! Nudeln mit Hähnchen und irgendwelchen Rollen dazu. Hat echt gut geschmeckt.


Jetzt ist erstmal Feierabend - Gute Nacht und bis Morgen!

Tag 2 - Sonntag 01. März 2026



Bonjour, und raus aus den Federn!


Nachdem wir einigermaßen ausgeschlafen hatten, wurde erstmal das Frühstücksbuffet unter die Lupe genommen, wir haben da ja keine Ansprüche, weil wir sowas gar nicht gewöhnt sind, aber da es die Buchung nur inklusive Frühstück gibt,nehmen wir das nun einfach mit.

Das machte alles einen guten Eindruck, nur der Raum war etwas eng für die Masse an Menschen, aber das Wichtigste passte: der Kaffee und Osaft waren gut.


Anschließend düsten wir mit der Metro in die Stadt, und auch wenn wir notorische Autofahrer sind, klappte es auf Anhieb ganz gut. Am Place de la Concorde begann unsere Tour, die Kai am Vorabend von unserem Stadtführer “Zu Fuß durch Paris” ausgesucht hatte.

Ich gebe zu, das war dann auch meine Vorbereitung auf Paris, das Buch zu bestellen, neben Hotel und Flugbuchung versteht sich.


Mit Blick auf den Eiffelturm stiegen wir die Stufen aus der Metro hinauf zurück ins Tageslicht und die Strecke führte uns durch den Jardin des Tuileries, wo wir das erste Mal Bekanntschaft mit der Laufliebe der Pariser*innen an einem Sonntag machten. Überall schlängelten sie sich durch die Massen, ob auf der kurzen Runde oder mit Laufweste auf dem Longrun, jung, alt, alles dabei. Unfassbar schön. Das wurde nur übertroffen von den Rennrädern, die in der Sonne glänzten und deren Fahrer*Innen auf den breiten Radwegen die ersten Sonnenstrahlen des Jahres genossen. Natürlich tuckerten da auch massig normale Räder durch die Gegend, nicht nur Fahrrad-Lambos.


Wir machten einen kleinen Umweg vorbei am Louvre und kreisten einmal um die Glaspyramide, das Museum selbst ließen wir allerdings aus, da Kai beim Eintrittspreis von unverschämten 66€ pro Person schon im Vorfeld gestreikt hatte. Gut, es war jetzt nicht so günstig, aber ich hatte es doch im Geburtstagswocheendbudget einkalkuliert. Wunderbar, dann bleibt mehr für Souvenirs und Ähnliches und ich war ja schon drin. Damals, als es für Ü18 noch kostenfrei war. In der Steinzeit quasi.


Zurück zur Seine und unterwegs noch fix einen Magnet geshoppt, der Kühlschrank will ja sein Mitbringsel haben.


Auf der Seine selbst lag dann mein Lebensretter in Form eines Restaurantschiffs inkl. Toilette, da ich mich in der Hektik aufs Klo zu müssen verlaufen hatte. Dann war auch noch die öffentliche Toilette außer Betrieb und somit meine Laune auch im Arsch.

Aber da bescherte uns das Schicksal einen Kaffee, bzw. eine Cola mit einem schönen Ausblick auf die Pont de Alexandre III und das dahinter liegende Grand Palais, was neben dem Eiffelturm und dem Petit Palais ein Überbleibsel der Weltausstellung von 1900 ist.

Doch der Wind an Deck wurde allmählich zu kühl und so zogen wir weiter.

Wir bewunderten die prachtvoll verzierte Brücke Pont de Alexandre III und die beiden Palais im Vorbeigehen, wobei “petit” definitiv keines von beiden ist. Zu unserer Linken trafen wir auf dem nächsten Platz auf die Statue von Charles de Gaulle und erspähten dahinter einen Crepes Stand. Da ich mich in der letzten Zeit wieder langsam an Milchprodukte ran getastet hatte, dachte ich mir Sekt oder Selters: “Ich hätte gerne einen Pistazien Crepes!”

“Famous last words", wie Kai sagte, aber der Crepes blieb drin, die Magenschmerzen aus und Morgen früh will ich ein Croissant! Das wird jetzt ausgenutzt.

Unser letzter Stop für heute war der Eiffelturm selbst. Dahin führte uns die wahrscheinlich teuerste Straße in ganz Paris, gepflastert mit Dior, Louis Vuitton, Yves Saint Laurent und wie sie nicht alle heißen. Schöne Autos standen hier rum, zum Beispiel ein riesiger Rolls Royce und die Häuser hatten wirklich schöne Fassaden. Da wurde man schon vom Vorbeilaufen arm.

Weiter entlang der Seine ging es in Richtung Trocadero immer mit Blick auf den Eiffelturm. Hier und da bekommt man am Ufer sogar richtig was geboten, entweder von Musikern oder Latein Tanzpaaren, welche vor dieser tollen Kulisse ihre Kunst zeigen. Natürlich nicht für die Menschen, sondern fürs ‘Gram. Aber trotzdem schön.


Ich kann mich noch erinnern, dass bei meinem ersten Besuch in Paris alles rund um dem Eiffelturm offen war. Heute stehen rundherum Glasscheiben und wenn man ins Innere möchte, muss man durch eine Sicherheitskontrolle. Auch für den kostenfreien Bereich.

Schade, dass das mittlerweile nötig ist, aber man hat hier aus den Anschlägen gelernt und nimmt Sicherheit sehr ernst.

Entlang des Marsfeld wollten wir dann, mittlerweile gut ko, zurück zum Hotel, aber unsere Bahn fuhr nicht. Also ging es nochmal zu Fuß an der Ecole Militaire vorbei, zur nächsten Station auf der anderen Seite und dann zurück zu unserer Basis.


Das Abendessen nahmen wir quasi im Vorbeigehen zum Hotel mit, leckere Chickenburger und Coke Zéro im Tramway Restaurant, ganz typisch französisch eben;)


Was für ein schöner erster Tag mit unzähligen Eindrücken.

Dann ging das Licht aus , Finito.


Tag 3 - Montag 02. März 2026



Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück, wo Kathy todesmutig auch Croissants aß, ging es los. Ziel war heute Notre Dame, denn wir wollten auf den Turm und die grandiose Aussicht genießen. Natürlich auch das beeindruckende Bauwerk bewundern. Mit der Metro fährt man bis Station Cité, sozusagen um die Ecke der Kathedrale. Notre Dame ist einfach wunderschön mit seiner Front aus den beiden wuchtigen Türmen, den drei Portalen und dem großen Rosettenfenster. Dank reservierter Karten konnten wir auch direkt rein und uns in Ruhe den großartigen Innenraum bewundern, der so aussieht wie damals nach der Fertigstellung 1365. Für der Wiederherstellung nach dem verheerenden Brand hat man gleich Nägel mit Köpfen gemacht und alles wieder in alten Glanz versetzt. Innen wie außen.

Begleitet von mahnenden Worten, gefälligst leiser zu sein, fädelten sich die zahllosen Besucher im großen Kreisverkehr durch das Innere der Kathedrale. Wunderschöne bunte Fenster erleuchten den Innenraum und die zahllosen Kunstschätze waren auch generalüberholt wieder an ihrem Platz. Am Eingang der Schatzkammer fragten wir, ob man hier auch das Ticket für den Turmaufstieg bekommt. Tja…ne. Ist alles ausgebucht für die ganze Woche! Na super, ich hatte die Ticketregelung von Sacre Coeur mit der von Notre Dame verwechselt, wo man einfach hingeht und den Kuppelaufstieg bucht. Hier hätte man lange vorab buchen müssen. So eine…ne, hier wird nicht geflucht.


Nach überwundener Enttäuschung holten wir uns unsere traditionellen Souvenirs, T-Shirts, in einem der vielen Gift-Shops und schlenderten dann einmal um die Kathedrale. Wobei am hinteren Außenbereich, dem Chor, noch fleißig gearbeitet wird.

Über die Seine ging es jetzt zu Shakespeare Company, dem Pariser Ableger des Original Buchladens aus England. Ein kleiner schöner Laden voller Charakter und natürlich Büchern. Kathy wurde fündig, ich stöberte nur.


Bei strahlendem Sonnenschein suchten wir jetzt was Leckeres, Kuchen war eigentlich geplant, aber in einer Creperie fanden wir einen mehr als würdigen Ersatz für Geburtstagskuchen in Form eines wunderbaren Crepes mit Obst und Vanilleeis, den auch Kathy ohne Nachwirkungen genießen konnte. Der Fluch des Milcheiweißes ist anscheinend wirklich gebrochen! In den Gärten der Thermen von Cluny, den Überresten der antiken römischen Thermen von Lutetia, genossen wir den Sonnenschein, bevor wir in Richtung Sorbonne und dem dahinter liegenden Pantheon loszogen. In einem kleinen Park bei der Universität entdeckten wir die legendäre römisch Wölfin, komplett mit Romulus und Remus. Das Pantheon ist ein beeindruckendes Gebäude, in dem Frankreich seine großen Namen feiert. Wir blieben draußen, das selbst war schon gewaltig genug mit dem großen Porticus im Stile alter römischer Tempel.


Quasi um die Ecke lag dann Emily Porters Appartment und das Restaurant ihres Freundes. Natürlich wurden da auch Fotos gemacht, bevor wir uns die Eglisé St. Etienne ansahen. Die Kirche war im wahrsten Sinne des Wortes aus der Spur, denn das Kirchenschiff verzog nach links, wenn am Eingang steht und Richtung Altar schaut. Insgesamt war die gesamte Architektur sehr interessant, da sie sich doch von anderen gotischen Kirchen unterschied. Hier ist auch das Grab und die Reliquie der heiligen Etienne, der Schutzheiligen von Paris, die in einem prunkvollen Goldsarkophag liegt. Die Reliquie war wohl ein Stück von einem Zeh oder Finger, genau konnte man das nicht sehen.

Kathy hatte auf Maps den Imbiss Le petit Grec entdeckt und gönnte sich dort einen leckeren Crepes mit griechischem Inhalt, Ihr Urteil, sehr lecker aber eine grandiose Sauerei, denn das Ding suppte fröhlich vor sich hin. Ich schaute zu und amüsierte mich.


Letzter Programmpunkt war dann die alte Arena von Lutetia, von der nicht mehr allzu viel vorhanden ist. Aber man kann erahnen, wie groß diese mal gewesen ist. Es war ein Zwitter aus Gladiatoren-Arena und Theater, so nach dem Motto, erst gegenseitig totkloppen, danach dann Komödie in drei Akten. Heute wird das Gelände von Kindern zum Ballspielen genutzt und rund herum sind Gärten und Spielplätze.


Jetzt zurück ins Hotel, meinen heuschnupfengeplagten Augen und Nase und Kathys Fuß eine Auszeit gönnen. Zum Abendessen ging es ins La Margherita, eine typische französische Pizza italienischer Bauart genießen. Anschließend war dann zig für heute. Morgen geht es auf den Montmartre und die Kuppel von Sacre Coeur (wehe net!).


Gute Nacht zusammen.

Tag 4 - Dienstag 03. März 2026



Nachdem wir gut erholt erwacht und gefrühstückt hatten und wir abmarschbereit waren, ging es mit der Metro zum Montmartre. Von der Station liefen wir zum Fuß des Parks an dessen Spitze die Kathedrale Sacre Coeur thront. Die Stufen gaben uns schon mal einen Vorgeschmack auf den restlichen Tag, denn deren Freunde lauerten hier überall!

Mit ihrer ganz eigenen Bauweise, besonders den schmalen und sehr hoch wirkenden Kuppeln, sticht Sacre Coeur aus der Menge der großen Kirchen klar heraus. Der strahlend helle Travertin tut dazu sein Übriges. Nach der kleinen Warteschlange am Sicherheits-Check Point, begleitet von einem sehr guten Straßenmusikanten, und dem Entrichten des Eintrittsgeldes, ging es die ungefähr 300 Stufen in einer kopfverdrehend engen Wendeltreppe stramm nach oben, dass Kathy die Augäpfel nur so rotierten. Auf dem Zwischenstück oberhalb des Kirchenschiffs konnten wir durchschnaufen, bevor das letzte Stück zur Kuppel dann gegen die bisherige Richtung eng wendeltreppte, damit uns nicht langweilig wird.

Aber die Aussicht von oben entschädigte dann total. Ein grandioser Ausblick auf Paris in alle Richtungen gab einem ein Gefühl, wie riesig diese Stadt eigentlich ist. Wir genossen die Aussicht und suchten nach bekannten Landmarken. Der Eiffelturm ist natürlich einfach, der zählt dabei nicht.

Nach genug Gegucke und Fotos, ging es eng wendeltreppend wieder runter. Nach dem Getreppe schauten wir uns jetzt in Ruhe das Innere der Kirche an und das ist wirklich beeindruckend mit dem hohen freien Raum unter der Kuppel. Dazu fiel das Sonnenlicht richtig schön durch die bunten Fenster in den Innenraum. Wir schauten uns in Ruhe um und legten dann draußen auf den Stufen eine verdiente Trink- und Knabberpause ein. Nebenbei wurde Kathys Fuß wieder marschbereit gemacht.


Jetzt ging es auf die vorher ausgesuchte Runde auf dem Montmartre, die eigentlich woanders begann, aber die Entscheidung, zuerst hierher zu kommen, stellte sich als richtig heraus.

Durch kleine Gassen, zahllose Treppen hoch und runter, erkundeten wir das schöne Viertel. Bekannte Landmarken wie die alte Windmühle, das Maison Rouge, die Büste der berühmten Sängerin Dalida (die ich Banause vorher noch nie gehört hab) wurden durch zahllose kleine Entdeckungen links und rechts des Weges ergänzt. Wir legten immer wieder Päuschen ein und genossen das herrliche Sonnenwetter. Ein sehr schöner Künstlermarkt mit zahllosen Gemälden und ihren Malern lud zum Verweilen ein, begleitet schon fast klischeemäßig von einem Akkordeonspieler, der bekannte Melodien, die man irgendwie mit Paris verbindet. Einen Crepes genießend kamen wir dann wieder an der Sacre Coeur an. Wir entschieden uns jetzt für eine Rückkehr zum Hotel und eine Siesta, da wir später nochmal los wollten.

Zum Abendessen entschieden wir uns für das “La Vega”, denn schließlich muss man ja wenigstens einmal französisch essen, wenn man schon in Paris ist. Kathy genoss ein vorzügliches Steak und ich eine traditionell zubereitete Entenbrust. Beides schmeckte großartig. Nach einem Schokodessert spazierten wir noch ein wenig durch das Viertel. Das Indochina-Krieg Mahnmal und das Palais de la Porte bewunderten wir. Besonders das gewaltige Fresko am Palais gefiel uns ausgesprochen gut. Hier sind das Museum über die Geschichte der Einwanderung und das tropische Aquarium untergebracht.

Nach einem kurzen Boxenstopp im Supermarkt ging es dann zurück zum Hotel.


Morgen werden wir uns das Luft- und Raumfahrtmuseum in Le Bourget anschauen, da auf halbem Weg zum Charles de Gaulle Flughafen liegt. Das wird sicher sehr sehr interessant.


In diesem Sinne….Gut’s Nächtle!


Tag 5 - Mittwoch 04. März 2026



Wenn es heute nach Kai gehen würde, stünde folgendes auf dem Tagesplan:

Ausschlafen, Frühstück und dann langsam zum Flughafen fahren.


Allerdings habe ich den Flug nicht erst am Abend gebucht um den Tag dann zu vertrödeln. Mein Plan war zwar etwas spontan, sah aber anders aus:

Mein Vorschlag zum Musée Air + Espace zu gehen - welches auf halber Strecke zum Flughafen liegt - wurde begeistert angenommen.

Aber erstmal ausgiebiges Frühstück mit Croissants & Café. Dann Köfferchen packen, auschecken und uns auf den letzten Metern von einer nicht ganz so freundlichen Dame am Fahrkartenschalter, welche auf Knopfdruck eine Sprache verlernen konnte, abziehen lassen und zack standen wir auch schon auf dem alten Vorfeld vom Pariser Airport Le Bourget, direkt zwischen einer Boeing 747, einem A380 und den Raketen Ariane 1 und 5. Sehr beeindruckend, wenn man direkt vor den Luft- und Raumfahrtschiffen steht. Plötzlich fühlt man sich winzig und klein.

Zum Teil kann man auch den Innenraum besichtigen, z.B. den Airbus A380, die Boeing 747 und die beiden Concord Modelle, welche in der Halle untergebracht waren. Kai scherzte, dassAir France unseren Flug umbuchen lassen hat und wir nun 10 Minuten nach dem Start am Flughafen Charles de Gaulles über Neu-Anspach abgeworfen würden. Schon beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass dieses recht fragil aussehende Geschoss mit doppelter Schallgeschwindigkeit und in kürzester Zeit über den Atlantik auf den amerikanischen Kontinent geflogen ist.

Die dort ausgestellten Modelle waren zum einen der Prototyp, das letzte außer Dienst gestellt Modell, welches gleichzeitig der Weltrekordhalter der Erdumrundung mit nur einem Auftankstopp ist. Davon hätte Amelia Earhart bestimmt geträumt und sie wäre nicht kurz vor einem der letzten Auftankstopps verschwunden.

In weiteren Hallen gab es unzählige weitere Exponate von Helikoptern in allen Entwicklungsstufen, Kampfflugzeuge der Luftwaffen aller Welt, natürlich mit großem Anteil aus Frankreich. Sowie eine separate Ausstellung zur Raumfahrt mit Satelliten, Raumanzüge, Raketentechnik und den nukleare Waffen der Franzosen.

Außerdem konnte man die ersten Gehversuche der Luftfahrt, sowie Ausstellungsstück aus beiden Weltkriegen bestaunen. Wir mussten zeittechnisch leider ein paar Abstriche machen, doch Kai hätte bestimmt mehrere Tage hier verbringen können.

Mit dem obligatorischen Souvenier im Shop ging es dann mit Sack und Pack Richtung Bus, in dem wir rausfanden, dass unser viel zu teures Ticket nicht mal bustauglich war. Den Fahrer interessierte das zum Glück herzlich wenig, und so eierten wir, alle 5m haltend, in Richtung Flughafen.

Tatsächlich empfiehlt es sich, mit dem Zug zu fahren, denn der hält direkt in der Innenstadt.

Da ich Flüge gebucht hatte schlugen wir uns zum Terminal 2G vor, was bedeutete mit dem Bus zum Terminal A-D, umsteigen in Flughafen Bus Nr. 1 bis Terminal 2F und noch einmal, weil es so schön war, umsteigen in Bus Nr. 2 zum Terminal 2G, buchstäblich am Ar*** der Heide oder de Gaulles...

Das Handgepäck durften wir wieder abgeben, Security war auch entspannt und im gemütlichen Wartebereich gabs erstmal die lange vermissten Sandwhiches, vor denen ich mich auf dieser Reise fast erfolgreich gedrückt hatte. Aber nur fast :)

Dann ging auch schon das Boarding los, der Flug war auch beinahe unspektakulär, denn erst bei der der Ankunft in Frankfurt bemerkten wir, dass der Herr in der Reihe schräg hinter uns von der Polizei erwartet wurde. Im Bus zum Gate wurde heiß spekuliert. Nun ja.

Auf dem Weg nach Hause hatten wir einen Lauf, alle Anschlüssen erreichten wir nahtlos und gegen 21 Uhr kamen wir traditionell an unserem Lieblings-Asia-Imbiss an und bestellten einmal "wie immer bitte!" bevor wir nach den letzten Metern zu Fuß die Tür aufschlossen und unserer kleinen Chaoten - von Maria mal wieder gut versorgt - zu Hause in die Arme schlossen.


Bis zur nächsten Reise, in nicht allzu langer Zeit geht's auf die grüne Insel!



Und zu guter Letzt wie immer die Restaurants & Unterkünfte auf unserer Route


  • Sauberkeit: ★★★★☆

  • Lage: ★★★★☆

  • Komfort: ★★★☆☆

Ausstattung: ★★★☆☆


Restaurant(s):


Aktivitäten:

 
 
 

Kommentare


website 2024_edited.jpg
bottom of page